6/06/2026

Kunstverein Langenhagen

 6.6.26 – 12.7.26, Gruppenausstellung

Eine Gruppenausstellung zeichnet lose Konturen eines historischen Phantoms: Westdeutschland

Am 6. Juni um 17 Uhr eröffnet der Westdeutsche Pavillon. Die Gruppenausstellung gleichen Titels macht sich auf die Suche nach einer ästhetischen Mixtur, die man „westdeutsch“ nennen könnte. Und sie spürt Ambivalenzen nach, die sich in diese Mixtur eingerührt haben. Westdeutschland ist dabei Chiffre für einen kulturellen Komplex, der nicht auf einen Begriff zu bringen ist und sich dennoch bis in die Gegenwart hinein verästelt: pragmatisch und bürokratisch, offen und verklemmt, modern, kalt und vom Glück der Freiheit geküsst. Zuweilen elegant, manchmal selbstgerecht – und meistens kompliziert.

Die Ausstellung versammelt Werke von Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Generationen, darunter namhafte Vertreter der westdeutschen Kunstszene wie Reinhard Mucha, Sigmar Polke und Katharina Sieverding sowie die allesamt in Ostdeutschland geborenen Gerhard Richter, A.R. Penck und Günther Uecker. Sie werden kommentiert und ergänzt durch neue Zeichnungen von Alex Wissel und weitere Arbeiten einer jungen Düsseldorfer Künstlergeneration um Sophia Havanna Huth, Christoph Wiedemann und den frisch mit dem Studio Award des Hamburger Bahnhofs ausgezeichneten Jonas Roßmeißl. Die in Langenhagen aufgewachsene und in New York und Köln lebende Künstlerin Viola Yeşiltaç setzt mit ihrem Beitrag ihre langjährige Verbundenheit mit dem Kunstverein fort. Eine echte Entdeckung sind die Druckgrafiken des viel zu früh gestorbenen französischen Konzeptkünstlers François Joseph Chabrillat, die noch immer ein Geheimtipp sind. Arne Schmitt zeigt außerdem Teile seines vollständig in Hannover fotografierten Klassikers „Geräusch einer fernen Brandung“.

Konzipiert hat Steffen Zillig die Gruppenausstellung in Zusammenarbeit mit seinen Künstlerkollegen Jonas Roßmeißl und Alex Wissel.


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